22. Dezember

Eigentlich war es ganz einfach. Sie warteten, bis der LKW vorgefahren war und der Fahrer ausstieg. Tengo winkte dabei schon aufgeregt seine Kollegen herbei, um schnell ausladen zu können. Und das war der Moment, in dem Rupert und seine Kollegen zuschlugen.

Gerade fuhr der Polizeibulli mit den vier Drogenwichteln und dem Fahrer des LKW, der ihnen das schädliche Pulver geliefert hatte, davon. Sie hatten die fünf in flagranti erwischt und ohne Probleme festnehmen können.

Liz sah strahlend zu ihm auf. »Wissen Sie, was das bedeutet?«, fragte sie ihn aufgeregt. Rupert grinste sie an. »Wir haben den Fall gelöst.«

»Und Weihnachten ist gerettet!« Mit diesen Worten warf sie sich auf Rupert und schlang ihm die Arme um den Hals.

Rupert blieb nichts anderes übrig, als sie aufzufangen und ebenfalls seine Arme um sie zu legen. Er schloss seine Augen und nahm ihren lieblichen Geruch wahr. Schnell löste er sich von ihr und trat mit einem Räuspern einen Schritt zurück. »Dann werden wir dem großen Chef mal von unserem Erfolg berichten.«

Liz legte ihm eine Hand auf den Arm. »Das machen Sie. Ich muss in die Personalabteilung und schnellstens alle möglichen Wichtel und Elfen herbeirufen, die in der Lage sind zu arbeiten. Es gilt Geschenke zu verpacken, damit Weihnachten dieses Jahr doch nicht ausfällt. Zum Glück gibt es noch ein kleines zweites Lager, in dem die Reste des Geschenkpapiers aus vergangenen Jahren deponiert werden. Das wird für unsere Zwecke in dieser Ausnahmesituation herhalten müssen«, führte sie aus. Mit einem letzten Lächeln an Rupert drehte sie sich um und machte sich ans Werk.

Rupert folgte ihr langsam, um dem großen Chef von ihrem Erfolg zu berichten.

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